Zeckenmittel

Zeckenschutzmittel

Seit vielen Jahren sind chemische Zeckenschutzmittel, Antiparasitenmittel zum Aufträufeln, Spot on Produkte bzw. Mittel zum Aufsprühen und Halsbänder weit verbreitet.

Sie enthalten belastende Substanzen, die über die Haut in den Blutkreislauf des Hundes gelangen und in verschiedenen Organen abgelagert werden können. Beginnen die Parasiten dann Blut zu saugen, werden sie vergiftet und abgetötet. Was für die widerstandsfähigen Parasiten tödlich endet, ist natürlich auch für das Immunsystem und den Stoffwechsel des Hundes stark belastend.

Viele verschiedene Krankheitssymptome können ausgelöst werden, wenn die chemischen Präparate den Organismus des Hundes erst mal geschädigt haben. Diese Erkrankungen können kurz nach der ersten Anwendung auftreten aber meist erst nach mehrmaligen Anwendungen, da die chemischen Gifte im Körper angereichert werden bis der Organismus die Belastung nicht mehr symptomfrei kompensieren kann. Leider werden diese Krankheitssymptome nur von den wenigsten Besitzern mit chemischen Antiparasitika in Verbindung gebracht.

Da die Zeckenpopulationen immer häufiger Resistenz gegenüber chemischen Substanzen zeigt, erreicht man mit vielen Präparaten keinen Schutz mehr und das bedeutet, dass die Gesundheit unserer Hunde ganz umsonst mit Giftstoffen geschädigt wird, ohne dass ein guter Schutz besteht. Kommt es in diesen Fällen wirklich zu einem Befall mit Borrelioseüberträgern, hat das belastete und geschwächte Immunssystem fast keine Chance mehr, einer Erkrankung zu entgehen.

Zeckenbefall:
Gibt man Hunden reglmäßig Cistus-Sud oder die mit etwas kochend Wasser erweichte Cistusblätter zum Nassfutter, hat dies vermindertem Zeckenbefall zur Folge. Aber auch Borreliose kann damit gelindert bzw. geheilt werden.

Der schnelle gefährliche „SCHUTZ“ vor Zecken!

Permethrin, Fipronil und Deltamethrin – die Wirkstoffe der Spot-on Produkte und neu Fluranaler der Wirkstoff der „leckeren Kautablette“

Gegen alle möglichen und unmöglichen Besucher, die sich auf unseren haarigen Begleitern herumtummeln „könnten“, ist der fürsorgliche Hundebesitzer, meist nicht besonders zimperlich, wenn es um den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln geht.

Die Hersteller dieser Produkte schwören auf eine zuverlässige Wirkung, bei geringem gesundheitlichem Risiko für Mensch und Tier. „Umweltfreundlich“ sollen die Produkte sein.

Zuverlässige Wirkung?

Diese wird von den Herstellern schon mal ausgeschlossen, weil:

Vereinzelt kann es auch bei behandelten Tieren zum Ansaugen von Zecken kommen. Unter ungünstigen Bedingungen kann daher eine Übertragung von Infektionskrankheiten nicht ausgeschlossen werden.

Das bedeutet, dass die Gesundheit unserer Hunde ganz umsonst mit Giftstoffen geschädigt wird, ohne dass ein guter Schutz besteht. Kommt es in diesen Fällen wirklich zu einem Befall mit Borrelioseüberträgern, hat das belastete und geschwächte Immunssystem durch das Gift, fast keine Chance mehr, einer Erkrankung zu entgehen.

Der Markt bietet verschiedene Anwendungsmöglichkeiten in Form von Spray, Halsbänder, Spot-on- oder Oral-Präparaten.

Was passiert nach der Anwendung:

Unabhängig vom Produkt zeigen die meisten Präparate eine identische Wirkungsweise.

Die Insektizide verteilen sich allmählich über Haarkleid und Haut des Hundes und reichern sich in jeder einzelnen Talgdrüsen an. Im Talg lösen sie sich auf und werden kontinuierlich über mehrere Wochen an das Haar und die oberen Hautschichten abgegeben.

Bei der neuen leckeren Kautablette wird unter Pharmakokinetik angegeben, dass sich der Wirkstoff Fluranaler hauptsächlich im Fettgewebe des Hundes anreichert, daneben in der Leber, der Niere und in Muskeln des Hundes.

Welche Folgerung schließe ich als Hundebesitzer daraus?

Im Talg lösen sich die Insektizide auf und werden kontinuierlich an das Haar und die oberen Hautschichten abgegeben.

Wie kann es sein, dass ein Insektizid, ein Nervengift, welches über mehrere Wochen kontinuierlich in Hundefell und auf seiner Haut nachweisbar ist, für Mensch-Hund-Kontakte völlig unbedenklich ist, besser gesagt sein soll? Dürfen wir unsere „präparierten“ Hunde nur noch mit Einmalhandschuhen anfassen.

Warnhinweise der Produkte:

Frisch behandelte Tiere sollen sich nicht gegenseitig ablecken. Während der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen. Nach Gebrauch Hände sorgfältig waschen. Arzneimittelreste auf der Haut mit Wasser und Seife abwaschen. Oder gar Schutzkleidung tragen. Engen Kontakt mit frisch behandelten Tieren meiden. Kleinkinder von entsprechenden behandelnden Hunden und Halsbändern fernhalten. Darf nicht in Gewässer gelangen, da es schädlich für Wasserorganismen ist.

Sind solche Angaben nicht schon Grund genug, auf solche Produkte zu verzichten?

Welche Nebenwirkungen werden angegeben:

Advantix: Zusammensetzung: Imidacloprid*, Permethrin**, E 321, Excip. ad solut. Möglich: Vorübergehender Haarausfall, Juckreiz und entzündliche Reaktion an der Applikationsstelle. Bei Überdosierung bzw. Ablecken Anzeichen von Unruhe, Inkoordination, vermehrt Speichelfluss, Zittern, Zuckungen, Ataxie, Pupillenerweiterung -verengung, Lethargie, Depression.

Expot: Zusammensetzung, Permethrin, Excipiens ad solutionem – Permethrin irritiert empfindliche Hautpartien, Schleimhäute, Augen (lokalisierter Juckreiz/ Entzündungen). In seltenen Fällen kann es zur Sensibilisierung und nach Spraybehandlung zu asthmatischen Zuständen kommen. Kontraindikation. Nicht bei unter 2 Wochen alten Welpen, kranken oder rekonvaleszenten Hunden, nicht bei Hautläsionen, besonders im Rückenbereich anwenden.

Scalibor- Zusammensetzung: Deltamethrin, E 171, Triphenylphosphat 5- Selten örtlich begrenzte Hautveränderungen, örtlich begrenzte Dermatitis oder Erytheme, Pruritus und Haarverlust.
Äußerst selten neurologische Symptome, wie Tremor und Lethargie. In diesem Fall sollte das Halsband entfernt werden.

Fipronil: Das Auftragen auf Schleimhäute oder im Bereich der Körperöffnungen sollte vermieden werden. Überdosierungen können zu reversiblen neuro-toxischen Symptomen, wie Übererregung, Tremor und Krämpfe führen. Kontraindikation: Fipronil-Spray nicht bei geschwächten oder sehr jungen Tieren anwenden, da die Aspiration des als Lösungsmittel verwendeten Isopropanols ausnahmsweise zum Tod führen kann.

Spätfolgen bei der regelmäßigen Verabreichung der Nervengifte reichen von Allergien, Magen – Darmproblemen bis hin zu Nieren- Leberstörungen und Krebs.

Angelika Richter-Faber